Lieber R. ,

ich hoffe, es ist in Ordnung, dass ich Ihnen auf diesemWege – also  öffentlich – antworte. Ich spüre ihre Verzweiflung in ihrer Nachricht an mich und ich bin selbst verzweifelt, dass ich Ihnen und den vielen anderen Opfern die mir schreiben nicht mehr helfen kann als eben mit diesem Blog. Was mich an ihrer Darstellung der Ereignisse ein bisschen stört ist, dass sie Namen nennen, auch Straßennamen, aber relativ unpräzise bleiben, wenn es um die Angriffe auf ihre Person geht. Wie sind sie z.B darauf gekommen, dass ihr Nachbar Lügen erzählt über sie. Er selbst wird Ihnen ja nichts davon erzählt haben….. sicher, man merkt, wenn sich das nähere Umfeld plötzlich anders verhält. Aber das kann viele Ursachen haben und das sollte man dann auch so schreiben. Sie haben ihn aber als Täter offenbar identifiziert! Es mag ja sein, dass sich dieser Nachbar Ihnen gegenüber verdächtig verhält-  aus unterschiedlichen Gründen. Aber ist so jemand dann gleich auch ein Täter??? Also, wie kommen sie darauf, dass er diese Dinge mit Ihnen anstellt? Das was sie mir schreiben liegt alles im Bereich des Machbaren – das will ich überhaupt nicht absteiten. Aber woher wissen sie z.B. so genau, dass ihr Haustier vergiftet wurde mit eben dieser von Ihnen genannten Substanz? Das können sie doch höchstens nur vermuten – oder haben sie es nachprüfen lassen?Ich weiß auch, dass das “ nicht beweisen können“ von Angriffen auf einen Menschen noch zusätzlich im höchsten Maße zermürbend ist, daher glaube ich Ihnen!
Ich wünsche Ihnen ganz viel Kraft und jemanden in ihrer Nähe, der für sie da ist und dem sie vertrauen können. Schreiben sie ihre Erlebnisse auf, führen sie Tagebuch und gehen sie zur Polizei, wenn sie eindeutige Hinweise haben.

Liebe Grüße

H.B.

https://www.br.de/nachrichten/bayern/prozess-um-millionenschweren-betrug-beim-autokauf-im-internet,RjgigdK

 

“ Die beiden mutmaßlichen Haupttäter, der 41-Jährige und seine Lebensgefährtin, sollen von Februar 2016 an mit mindestens 20 falschen oder gestohlenen Identitäten und 30 Scheinautohäusern im Internet aufgetreten sein. 200 Konten sollen sie unter Vorspiegelung falscher Tatsachen eröffnet und 80 Mobilfunkverträge abgeschlossen haben.“