Stasi-Stalking

von J.Ellsworth
Organisiertes Stalking ist eine neue Form des Stalkings, das seit ca. 2001 in den alten
Bundesländern auftaucht, in den neuen Bundesländern zum Teil schon zu DDR-Zeiten, zum Teil erst in den letzten Jahren.
Erste Bestätigungen erhielten wir von der Mobbing-Zentrale.de, die europaweit tätig ist und schon auf ihrer Pressekonferenz im April 1998 solche Fälle öffentlich gemacht hat, dem Leiter des Stasiopfer-Selbsthilfeverbands Deutschland e.V., einer Mitarbeiterin der Birthler-Behörde und einem MdB. Wie sie uns mitteilten, nehmen Fälle von organisiertem Stalking in Deutschland in den letzten Jahren immer mehr zu. Es sind nach unseren Schätzungen schon mehrere Hundert Bürger betroffen, möglicherweise sogar mehrere Tausend.Die Methoden der Täter entsprechen bis ins Detail den früheren Stasi-Zersetzungsmethoden,mit der in der DDR unbequeme Bürger auf subtile, aber effektive Weise beruflich,sozial, finanziell und psychisch zerstört wurden. Diese Methoden sind bisher kaum bekannt (auch die meisten Opfer hatten bisher nicht davon gehört). Die so genannte „Zersetzung“ einer Person wurde 1976
vom Ministerium für Staatssicherheit (Stasi) als Studienfach „Operative Psychologie“ an der Universität Potsdam entwickelt und gelehrt (siehe z.B. Dr. Sandra Pingel-Schliemann:
Zersetzung. Strategie einer Diktatur, Havemann Stiftung, 2004, und ihr neues Buch, Wikipedia,diverses Originalfilmmaterial zur Schulung von Stasi-Mitarbeitern (Havemann Stiftung), der TV-Dokumentarbericht In den Fängen der Stasi sowie die Literaturnobelpreisträgerin Herta Müller
(Der fremde Blick usw.).Die Methoden umfassen Rufmord, regelmäßige Sachbeschädigungen, anonyme Anrufe durch
Fremde mit suggestivem Inhalt, Vergiftung von Haustieren, Ablegen von Gegenständen auf dem Grundstück, Ausspähen der Kommunikationsmittel, Lahmlegen der PC-Funktionen, Ortung über das Handy, Nachstellung durch Fremde, professionelle Einbrüche in Wohnungen und PKW (z.B.
durch „Lockpicking“), suggestive Inzenierungen und Gesten („Kehle durchschneiden“ usw.) durch Fremde, subtile Morddrohungen (z.B. Totenkreuze im Briefkasten, in Emails oder in den Autolack eingekratzt oder Unfallpolicen, die Unbekannte im Namen des Opfers abschließen usw.) bis hin zu Manipulationen am PKW (durchgeschnittene Bremskabel, Ansägen der Lenkstange,zerschnittene oder punktierte Reifen usw.). Wenn das Opfer umzieht, um seinen Tätern zu entkommen, werden dieselben Aktivitäten nach wenigen Wochen am neuen Wohnort von
anderen Fremden fortgesetzt. Erste Berichterstattungen über organisierte Stalkingfälle in den deutschen Medien erfolgten 2008 in der TV-Sendung Domian, der Neuen Presse Hannover (1.3.09), bei Radio Okerwelle (2009) und in der Rotenburger Rundschau (3.2.09). Auch eine Pressemeldung der Polizei Konstanz befasste sich 2008 mit einem ähnlichen Fall.Die Opfer häufen sich auffallend im Raum Berlin und im Raum Stuttgart. Die Mehrzahl der Opfer ist weiblich; die meisten Opfer sind 50+; die Mehrheit hat ein Hochschulstudium abgeschlossen; unter den Opfern finden sich auffallend viele (erfolgreiche) Selbständige, deren Karriere durch Unbekannte zerstört wird (z.B. Rufmordkampagnen im Internet, Ausspionieren
ihrer PC-Festplatte, Diebstahl ihrer Kundendaten und geistigen Eigentums, von ihnen entwickelte Produkte werden plötzlich unter anderen Namen vermarktet usw.) und/oder Eigentümer einerImmobilie, bei denen das Stalking durch zahlreiche Fremde in den finanziellen Ruin und Zwangsverkauf oder Zwangsversteigerung ihrer Immobilie mündet.Die Motive der Täter, hinter denen offensichtlich ein oder mehrere kriminelle Netzwerke stehen die aufgrund der auffallenden Parallelen zwischen den einzelnen Fallschilderungen ganz offensichtlich miteinander vernetzt sind und sich austauschen) sind mit Sicherheit finanzieller Art. Wir vermuten aufgrund von verschiedenen Quellen mehrere „Verwertungsmöglichkeiten“durch Informationen und Ausspähen der Privatsphäre mit technischen Mitteln, die heutzutage
selbst Amateuren frei zugänglich sind. Wir wissen z.B., dass bevorzugt Singles (ohne Zeugen) als Opfer ausgesucht werden, um diese zu stalken, mobben und terrorisieren in dem Versuch, sie damit gezielt in den Wahn oder Selbstmord zu treiben (wie auch schon bei der Stasi praktiziert);es werden im Internet Wetten dieser Art abgeschlossen, mit denen viel Geld verdient wird. Auch häufen sich Hinweise darauf, dass Privatvideoaufnahmen von den Opfern ohne deren Wissen auf
kostenpflichtigen Webseiten gezeigt werden. Die Medien liefern die ersten Hinweise darüber, dass solche Webseiten im Stil von „Versteckte Kamera“ international mittlerweile ein
Millionengeschäft sind.““

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