Bekannt ist (vgl. Stasiopfer-Selbsthilfe), dass Ex- Stasimitarbeiter in vielerlei Hinsicht am heutigen organisierten Stalking beteiligt sind und die von der Stasi ins Leben gerufene sogenannte Zersetzung, über die man überall nachlesen kann, heute in nahezu identischer Form für den Psychoterror beim organisierten Stalking praktiziert wird.
Deshalb tauchen in H. Blog zeitweise abwechselnd Berichte über organisiertes Stalking und über den Fall Dirk auf. Heidis Sohn Dirk ist im Winter 1979 unter mysteriösen Umständen bei einem Spaziergang verschwunden und zahlreiche Anhaltspunkte deuten darauf hin, dass die Stasi ihre Hand im Spiel hatte. Warum zum Beispiel wollte man Dirks Zentraleintrag kurz vor der Wende endgültig löschen? Die Weltmeister im Verschwindenlassen von Beweisen wollten die Existenz von Dirk komplett tilgen! Kein Dirk – also auch keine Entführung.

Und nach der Wende wurde der riesige Überwachungsapparat der totalitären DDR von einem auf den anderen Tag praktisch überflüssig. Hunderttausende von Mitarbeitern in entsprechenden Behörden und bei der Staatssicherheit wurden arbeitslos. Sie mussten sich nach einer neuen Aufgabe umsehen. Und was hatten sie gelernt?
Nun, erst mal alle möglichen Spionagetechniken. Verfolgen, Belauschen, Abhören, Protokollieren, – und im Rahmen der Zersetzung, die es seit 1976 offiziell gab und die man in Postdam sogar studieren konnte (operative Psychologie) Gerüchte streuen, Ränke schmieden, Mobbing-Kampagnen starten, Karrieren verhindern, unschuldige Menschen kriminalisieren usw.
Die Arbeitsplatzbeschreibung eines Stasi-Agenten liest sich wie die eines organisierten Stalkers, Kein Wunder – die Zersetzer der Stasi waren praktisch so etwas wie vom Staat beauftragte und bezahlte Gangstalker. Die Motivation war allerdings erst einmal rein politisch.

Was passierte dann nach der Wende? Die Ex-Stasi-Leute suchten sich Tätigkeitsbereiche, in denen sie ihre gelernten Fähigkeiten weiter ausüben konnten. Das waren überwiegend Sicherheitsunternehmen und Privatdetekteien, aber auch die vorhandenen Geheimdienste der BRD. Die DDR gab’s ja nun nicht mehr.

Wie dem auch sei – nicht alle Stasi-Leute gingen gerade Wege. In den neuen Bundesländern bildeten sehr bald, wie z.B. in Sachsen, die Sumpfblüten der organisierten Kriminalität die wohl einzige Form „blühender Landschaften“. Milliarden verschwanden in den dunklen Kanälen und Rattenlöchern neu gebildeter Verbrechersyndikate und Zuhälterringe, die inzwischen enge Kontakte bis in die höchsten Kreise geknüpft hatten.
Idealbedingungen zur Bildung einer neuen Verbrechensform, die nicht das Opfer selbst, sondern sein authentisches Leben ausbeuten soll.
Die Methoden blieben gleich – das MOTIV änderte sich.
Die Zersetzung wurde privatisiert.
Zitat Ende

U.P.

P.S.:  Das Wissen der Stasi wird ebenfalls in anderer Hinsicht zu Geld gemacht. Die Methoden  haben auch durchaus Unterhaltungswert und liefern Stoff für Film und Fernsehen.